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Parchim, im niederdeutschen Dialekt oft liebevoll „Pütt“ genannt, ist eine charmante Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist die Hauptstadt des Kreises Ludwigslust-Parchim und ein Geheimtipp für Reisende, die mittelalterliche Geschichte und unberührte norddeutsche Natur suchen.

Geschichte & Beschreibung: Parchim wurde um 1210 gegründet und ist eine der ältesten Städte der Region. Ihr Name ist slawischen Ursprungs und bedeutet vermutlich „Sumpfsiedlung“, was auf ihre Lage am sumpfigen Ufer der Elde hinweist.

Der mittelalterliche Stadtkern: Die Stadt ist berühmt für ihre gut erhaltene Altstadt und die 1282 zusammengelegte Neustadt. Sie ist ein wichtiger Stopp auf der europäischen Route der Backsteingotik und beherbergt imposante Backsteinkirchen wie St. Georgen und St. Marien.

Architektur: Verwinkelte Kopfsteinpflastergassen mit traditionellen Fachwerkhäusern und Überresten der Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert erwarten Sie.

Berühmter Einwohner: Parchim ist der Geburtsort von Helmuth von Moltke dem Älteren, einem berühmten preußischen Feldmarschall. Ein Denkmal und ein Museum zu seinen Ehren sind zentrale Sehenswürdigkeiten.

Natur & Aktivitäten: Parchim liegt inmitten der üppigen Landschaft der Mecklenburgischen Seenplatte.

Wockersee: Dieser See ist das Herzstück der Stadt. Er ist beliebt zum Schwimmen, Rudern und für einen 6,6 km langen Rundwanderweg.

Die Lewitz: Ganz in der Nähe befindet sich das Naturschutzgebiet Lewitz, ein geschütztes Gebiet mit Wiesen und Wäldern, ideal zum Radfahren und zur Vogelbeobachtung (halten Sie Ausschau nach Seeadlern).

Sonnenberg: Ein hügeliges Waldgebiet, bekannt für die „Räuberhöhle“. Der Legende nach versteckte sich hier ein Räuber, bis ihn eine Spur aus Erbsen überführte.

Wassersport: Die Elde ist eine wichtige Wasserstraße für Kanufahrer und Bootsfahrer, die durch die Seenregion reisen.

Typische Küche: Die Küche hier ist herzhaft und ländlich und konzentriert sich auf die Produkte der Seen und Wälder.

Poggenpohl: Eine regionale Spezialität, ein köstlicher Kuchen aus Hefe- oder Blätterteig, typischerweise mit Apfelfüllung.

Süß-saure Gerichte: Ein Markenzeichen der mecklenburgischen Küche – probieren Sie unbedingt Schweinebraten mit Backpflaumen.

Frisch gefangener Fisch: Geräucherter Aal und Zander aus den umliegenden Seen sind Grundnahrungsmittel.

Sanddorn: Bekannt als die „Zitrone des Nordens“, findet man ihn in Säften, Kuchen und Likören.

Feste & Veranstaltungen
Parchim erwacht mit traditionellen Festen zum Leben, die die enge Gemeinschaft widerspiegeln:

Stadtfest: Findet üblicherweise im Mai/Juni statt und bietet Live-Musik, Kunsthandwerk und kulinarische Köstlichkeiten in der gesamten Altstadt.

ForRest-Explosion: Ein einzigartiges Open-Air-Festival (oft mit elektronischer Musik oder Psytrance) in den umliegenden Wäldern.

Martinimarkt: Ein großer, traditioneller Jahrmarkt im November, der Besucher aus der ganzen Region anzieht.

Kulturmühle: Ein frisch renoviertes Kulturzentrum, das ganzjährig Theateraufführungen, Kunstausstellungen und Konzerte bietet.
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