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Halle (Saale), oft als „Kulturhauptstadt“ Sachsen-Anhalts bezeichnet, ist eine lebendige Stadt mit über 1200-jähriger Geschichte. Im Gegensatz zu vielen anderen deutschen Städten blieb ihr historisches Zentrum im Zweiten Weltkrieg weitgehend unversehrt und bewahrte so eine wunderschöne Mischung aus Renaissance- und mittelalterlicher Architektur.

Geschichte & Beschreibung
Halles Identität ruht auf zwei Säulen: Salz und Musik.

Das weiße Gold: Der Name leitet sich wahrscheinlich von einem germanischen Wort für Salz ab. Jahrhundertelang brachten die Halloren (Salzarbeiter) der Stadt durch die Salzquellen immensen Reichtum.

Die Stadt der fünf Türme: Die Skyline wird von den vier Türmen der Marktkirche und dem freistehenden Roten Turm geprägt, der das drittgrößte Glockenspiel der Welt beherbergt.

Intellektuelles Zentrum: Halle ist Sitz der Martin-Luther-Universität (gegründet 1694) und der Francke-Stiftung, einer historischen „Schulstadt“, die Pionierarbeit in der modernen Bildung leistete.

Typische Speisen
Halle ist bekannt für seine süßen Leckereien und seine lange Tradition in der Salzgewinnung.

Hallenkugeln: Diese Pralinen sind Deutschlands älteste industriell hergestellte Süßigkeit. Benannt nach den silbernen Knöpfen an den Uniformen der Salzarbeiter, werden sie traditionell mit Sahne und Schokolade gefüllt.

Salzwirkerwurst: Eine herzhafte Wurst aus der Region, die besonders bei den traditionellen Salzarbeitern beliebt ist.

Saale-Unstrut-Wein: Halle liegt in der Nähe eines der nördlichsten Weinanbaugebiete Deutschlands. Probieren Sie die spritzigen Weißweine wie Müller-Thurgau oder Silvaner.

Kathis-Kuchen: Die Stadt ist die Heimat von Kathi, einer bekannten deutschen Backmischungsmarke. In vielen Cafés werden Bienenstich und andere traditionelle Blechkuchen angeboten.

Aktivitäten & Sehenswürdigkeiten
Die Himmelsscheibe von Nebra: Diese Bronzescheibe, die im Staatlichen Museum für Vorgeschichte ausgestellt ist und zum UNESCO-Welterbe gehört, ist die älteste konkrete Darstellung des Kosmos weltweit.

Händelhaus: Besuchen Sie das Geburtshaus des Barockkomponisten Georg Friedrich Händel, heute ein Museum, das seinem Leben und seinen Musikinstrumenten gewidmet ist.

Schloss Moritzburg: Eine spätmittelalterliche Festung, die heute ein beeindruckendes Kunstmuseum mit expressionistischen Meisterwerken beherbergt.

Beatles Museum: Eine ungewöhnliche Überraschung – hier befindet sich eine der ältesten und größten Beatles-Sammlungen der Welt.

Festivals
Händelfest (Juni): Das wichtigste Event der Stadt, das Musikliebhaber aus aller Welt anzieht, um die Werke ihres berühmtesten Sohnes zu feiern.

Laternenfest (August): Eines der größten Volksfeste Mitteldeutschlands mit Bootsumzügen, Feuerwerk und Tausenden von Laternen entlang der Saale.

Salzfest (September): Eine Hommage an die Salzgewinnungstradition der Stadt. Erleben Sie die Halloren beim traditionellen Salzkochen.

Natur & Outdoor: Halle zählt zu den grünsten Städten Deutschlands. Die Natur ist hier fest in das Stadtbild integriert.

Insel Peißnitz: Ein weitläufiger Park, umgeben von der Saale, ideal für Picknicks, Konzerte und Fahrten mit der Parkbahn.

Die Saale: Beliebt zum Rudern, Kajakfahren und für malerische Radwege (den Saaleradweg), die zu den umliegenden Weinbergen führen.

Bergzoo: Ein einzigartiger Zoo, der auf einem Hügel erbaut wurde und von den Gehegen aus einen Panoramablick auf die Stadt bietet.

Botanischer Garten: Dieser zur Universität gehörende Garten stammt aus dem Jahr 1694 und beherbergt historische Gewächshäuser.
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