Santa Margherita Ligure, oft auch die „Perle von Tigullio“ genannt, ist einer der elegantesten und einladendsten Orte an der italienischen Riviera. Er bietet die perfekte Balance: Er ist kultivierter und weniger überlaufen als das nahegelegene Rapallo, aber gleichzeitig zugänglicher und lebendiger als das mondäne, kleine Städtchen Portofino.
Geschichte
Antike Wurzeln: Ursprünglich eine römische Siedlung, bestand der Ort historisch aus zwei separaten Fischerdörfern, Corte und Pescino, die sich häufig bekriegten, bis sie 1812 von Napoleon vereint wurden.
Das Goldene Zeitalter: Im späten 19. Jahrhundert wandelte sich Santa Margherita Ligure von einem bescheidenen Fischerhafen zu einem luxuriösen Reiseziel für den europäischen Adel.
Vergangenheit als Verteidigungsanlage: Das Castello di Santa Margherita Ligure aus dem 16. Jahrhundert wurde eigens zum Schutz der Küste vor den häufigen Überfällen sarazenischer Piraten erbaut.
Beschreibung
Die Stadt zeichnet sich durch ihre „Trompe-l’œil“-Architektur aus – leuchtend bemalte Gebäude (in Rosa-, Ocker- und Gelbtönen) mit aufgemalten Fensterläden und Fenstern, die ihnen ein imposanteres Aussehen verleihen. Die Uferpromenade ist gesäumt von Palmen, Hotels aus der Belle Époque und einem lebhaften Hafen, in dem Luxusyachten neben traditionellen Fischerbooten aus Holz schaukeln.
Typische Speisen
Die ligurische Küche ist leicht, aber unglaublich geschmackvoll und legt Wert auf Kräuter, Olivenöl und Meeresfrüchte.
Rote Garnelen (Gamberi Rossi): Die Stadt ist berühmt für diese süßen Tiefseegarnelen, die oft roh oder kurz angebraten serviert werden.
Focaccia: Probieren Sie die klassische herzhafte Variante oder die Focaccia di Recco (dünne Teigschichten gefüllt mit geschmolzenem Crescenza-Käse).
Pesto Genovese: Wird stets mit Trofie (gedrehten Nudeln) oder Trenette serviert, meist begleitet von Kartoffeln und grünen Bohnen.
Pinguino: Eine lokale Spezialität der Gelateria Centrale – ein frisch zubereitetes, in Schokolade getauchtes Eis.
Aktivitäten
Villa Durazzo: Ein Anwesen aus dem 17. Jahrhundert mit Museumsräumen und einem atemberaubenden italienischen Garten mit Blick auf die Bucht.
Der „Rote Teppich“-Spaziergang: Spazieren Sie auf dem malerischen, 5 km langen Küstenweg von Santa Margherita nach Portofino. Ein Teil davon ist zu bestimmten Jahreszeiten mit einem echten roten Teppich (dem längsten der Welt) versehen.
Abtei San Fruttuoso: Setzen Sie mit der Fähre zu dieser mittelalterlichen Abtei über, die in einer Bucht versteckt liegt und nur per Boot oder zu Fuß erreichbar ist.
Tauchen: Erkunden Sie den Cristo degli Abissi (Christus des Abgrunds), eine versunkene Bronzestatue im nahegelegenen Meeresschutzgebiet.
Einkaufen
Im Gegensatz zu den exklusiven Designermarken in Portofino bietet Santa Margherita ein authentischeres Boutique-Erlebnis:
Kunsthandwerk: Entdecken Sie traditionelle ligurische Spitze und handgefertigte Keramik.
Gastronomie: Die Antica Drogheria Seghezzo ist ein legendäres Feinkostgeschäft – ein wahres Paradies für Olivenöle, Weine und lokale Spezialitäten.
Mode: Die Straßen des Viertels „Corte“ und der Via Palestro sind gesäumt von unabhängigen italienischen Labels und Boutiquen mit Leinenkleidung.
Feste
Festa di Primavera (März): Ein Frühlingsfest mit riesigen Lagerfeuern am Strand und dem Frittieren traditioneller Frittelle (frittierte Teigbällchen).
Palio Marinaro del Tigullio (Sommer): Ein traditionelles Ruderrennen zwischen den Küstenorten der Region.
Santa Margherita d’Antiochia (Juli): Das Fest der Schutzpatronin, gefeiert mit religiösen Prozessionen und einem grandiosen Feuerwerk über dem Meer.
Natur
Regionalpark Portofino: Santa Margherita ist Ausgangspunkt für über 80 km Wanderwege. Die Wanderung nach Nozarego bietet Panoramablicke über den gesamten Golf.
Paraggi Bay: Diese smaragdgrüne Bucht ist in 20 Minuten zu Fuß erreichbar und beherbergt einen der wenigen Sandstrände der Gegend. Sie eignet sich perfekt zum Schnorcheln im kristallklaren Wasser.