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Paris, im 19. Jahrhundert oft als „Welthauptstadt“ und heute als „Stadt des Lichts“ gefeiert, ist ein vielschichtiges Geflecht aus zwei Jahrtausenden Geschichte, Kunst und Stadtentwicklung. Die Stadt steht an einem faszinierenden Wendepunkt: Sie bewahrt vehement ihr Haussmannsches Erbe und strebt gleichzeitig entschlossen nach einer nachhaltigen Zukunft im Sinne der „15-Minuten-Stadt“.

Dieser Reiseführer bietet eine umfassende Erkundung von Paris, von seinen antiken römischen Wurzeln bis hin zu seinen modernsten kulinarischen und ökologischen Entwicklungen. Teil I: Die historische Entwicklung von Paris. Die Geschichte von Paris ist eine Geschichte ständiger Neuerfindung. Um die Stadt heute zu verstehen, muss man die Schichten unter dem Kopfsteinpflaster betrachten.

Die römischen Wurzeln: Lange vor dem Eiffelturm hieß die Stadt Lutetia (Lutèce) und wurde im 3. Jahrhundert v. Chr. vom keltischen Stamm der Parisii besiedelt.3 Als die Römer das Gebiet 52 v. Chr. eroberten, verwandelten sie das linke Seineufer in eine typische römische Stadt.4 Spuren

Heute: Sie können noch heute die Arènes de Lutèce, ein römisches Amphitheater im 5. Arrondissement, und die Thermes de Cluny, die Überreste massiver römischer Bäder, besichtigen, die heute das Musée de Cluny beherbergen.52

Das mittelalterliche Herz: Im Mittelalter entwickelte sich Paris zu einem Zentrum religiöser und akademischer Macht.

Die Île de la Cité war Sitz der Monarchie und der Kirche. Notre-Dame de Paris: Die im 13. Jahrhundert fertiggestellte Kathedrale gilt als Vorreiterin der Gotik.

Nach dem Brand von 2019 ist die Kathedrale nun vollständig restauriert und wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die Sorbonne: Gegründet 1257, etablierte sie das Quartier Latin als intellektuelles Zentrum, in dem Studenten Latein sprachen – eine Tradition, die dem Viertel bis heute seinen Namen gibt.

Die Haussmannsche Revolution

Das Paris, das wir heute sehen – die breiten Boulevards und die einheitlichen Kalksteinbauten – entstand größtenteils zwischen 1853 und 1870.

Baron Haussmann, im Auftrag Napoleons III., ließ die engen, mittelalterlichen Gassen abreißen, um „Licht und Luft hereinzulassen“ (und um es den Revolutionären zu erschweren, Barrikaden zu errichten).

In dieser Ära entstanden die Grands Boulevards, die Opéra Garnier und die charakteristischen Zinkdach-Apartments, die das Pariser Stadtbild prägen.

Die Pariser Küche beschränkt sich nicht mehr nur auf weiße Tischdecken und schwere Soßen.

Sie ist geprägt von Authentizität, Nachhaltigkeit und der „Bistronomie“.

Die Baguette-Tradition: Ein traditionelles Baguette darf laut Gesetz nur aus vier Zutaten bestehen: Mehl, Wasser, Salz und Hefe.

Besuchen Sie die Boulangerie de la Tour im 13. Arrondissement – ??ein kürzlich ausgezeichneter Bäcker.

Die Fromagerie: Frankreich produziert über 1.200 Käsesorten. Ein Besuch bei Laurent Dubois oder Barthélemy ist ein Muss, um Comté (über 24 Monate gereift) oder cremigen Mont d'Or zu probieren. Die Patisserie: Moderne Ikonen wie Cédric Grolet (berühmt für seine fruchtduftenden Skulpturen) und Yann Couvreur gesellen sich zu Legenden wie Ladurée.

Der kulinarische Trend setzt auf authentische, bodenständige Küche statt auf Instagram-tauglichen Hype.

Pochana (11. Arrondissement): Dieses Restaurant wurde zwölfmal als „Bestes Restaurant für zwangloses Essen“ ausgezeichnet und serviert authentische, unprätentiöse, thailändisch inspirierte Küche, die die multikulturelle Entwicklung von Paris widerspiegelt.

Ein Bar-Restaurant, das für sein minimalistisches Ambiente und seinen herzlichen, kundenorientierten Service bekannt ist. Tisch von Bruno Verjus: Für gehobene Küche ist es nach wie vor ein internationaler Gigant und wurde kürzlich unter die Top 10 Restaurants der Welt gewählt.15

Paris ist in 20 Verwaltungsbezirke (Arrondissements) unterteilt, die sich spiralförmig wie ein Schneckenhaus (l’escargot) nach außen winden.


LouvreLouvre Museum, Tuileriengarten, Palais Royal. Jüdisches Viertel Le Marais, Place des Vosges, Centre Pompidou, Quartier Latin, Panthéon, Shakespeare & Co, Rue Mouffetard6. Saint-GermainLiteraturcafés (Les Deux Magots), Jardin du Luxembourg, EiffelturmEiffelturm, Musée d’Orsay, Les Invalides, Luxus/ChicChamps-Élysées, Arc de Triomphe, Place de la Concorde, Montmartre, Sacré-Cœur, Place du Tertre, Moulin Rouge

Le MaraisDas Marais ist das Kronjuwel des historischen Paris. Es hat den Abriss von Haussmann überstanden, was bedeutet, dass seine Straßen immer noch eng und verwinkelt sind.

Es ist das Herz der LGBTQ+-Community, das historische jüdische Viertel (unbedingt L’As du Fallafel besuchen!) und Heimat einiger der weltweit besten Concept Stores.

Shopping & Mode

Paris ist die Welthauptstadt der Haute Couture, aber die Shopping-Szene ist vielfältig. Das Goldene Dreieck (Triangle d’Or): Gebildet von der Avenue Montaigne, der Avenue George V und den Champs-Élysées.

Hier befinden sich die Flagship-Stores von Dior, Chanel und Louis Vuitton.

Die Kaufhäuser (Grands Magasins): Galeries Lafayette und Printemps Haussmann sind architektonische Meisterwerke.

Verpassen Sie nicht die Dachterrasse der Galeries Lafayette mit ihrem kostenlosen Blick auf die Opéra und den Eiffelturm.

Die Passages Couverts: Glasüberdachte Einkaufspassagen aus dem 19. Jahrhundert wie die Passage des Panoramas oder die Galerie Vivienne bieten einen Einblick in das Paris der Zeit vor den Kaufhäusern, gefüllt mit seltenen Büchern und antikem Spielzeug.

Natur & die „grüne“ Revolution

Paris ist grüner denn je. Die Stadt hat die Seineufer zur Fußgängerzone umgestaltet und kilometerlange Coronapistes (Radwege) angelegt. Parc des Buttes-Chaumont: Ein beliebter Treffpunkt im 19. Arrondissement mit einer Vielzahl an Attraktionen.Ein auf einer Klippe thronender Tempel und eine Hängebrücke.

Die Coulée Verte (Promenade Plantée):

Ein erhöhter Park, der auf einem alten Eisenbahnviadukt errichtet wurde – die Inspiration für die New Yorker High Line.

Die Initiative „Gartenstadt“: Paris hat Dutzende von „Schulstraßen“ (Fußgängerzonen mit Grünflächen rund um Schulen) eröffnet und plant, 150.000 neue Bäume zu pflanzen, um der städtischen Hitze entgegenzuwirken.

Festivals & Kulturveranstaltungen: Fête de la Musique (21. Juni): Jede Straßenecke wird zur Bühne. Von Laienchören bis zu Techno-DJs – die Stadt schläft nicht. Paris Plages (Juli–August): Die Seineufer verwandeln sich in einen Strand mit Sand, Palmen und Schwimmbädern.

Nuit Blanche (Oktober): Ein Kunstfestival, das die ganze Nacht dauert, Museen bis spät in die Nacht geöffnet haben und öffentliche Plätze mit Lichtinstallationen erstrahlen. Die Weinlese in Montmartre (Fête des Vendanges): Ein ungewöhnliches Oktoberfest zu Ehren des einzigen verbliebenen Weinbergs der Stadt. Paris im Jahr 2026 ist eine Stadt, die ihre Geschichte respektiert, aber sich weigert, nur in der Vergangenheit zu leben. Ob Sie ein Croissant für 2 € essen oder auf der Terrasse eines Sternerestaurants speisen, durch die römischen Ruinen spazieren oder die Rue de Rivoli entlangradeln – Sie erleben Geschichte hautnah.
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