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Cala Figuera ist ein malerisches Fischerdorf an der Südostküste Mallorcas, in der Gemeinde Santanyí. Es gilt als einer der authentischsten und schönsten Orte der Insel und zeichnet sich durch seinen fjordartigen, Y-förmigen Hafen aus, der von zwei Buchten gebildet wird: Caló d'en Boira und Caló d'en Busques.

Geschichte
Ursprung: Erstmals 1306 urkundlich erwähnt, blieb Cala Figuera jahrhundertelang ein kleines, bescheidenes Fischerdorf.

Entwicklung: Das erste Haus wurde erst 1899 erbaut. Eine Kirche entstand viel später, im Jahr 1938 während des Spanischen Bürgerkriegs.

Erhalt: Im Gegensatz zu vielen anderen mallorquinischen Badeorten blieb Cala Figuera von der Massentourismus-Urbanisierung verschont. Obwohl in den 1970er und 1980er Jahren der Hotelbau forciert wurde, legte das Dorf Wert auf seine Identität und riss sogar sein größtes Hotel ab, um durch Wohnungen sein traditionelles Erscheinungsbild zu bewahren.

Beschreibung
Das Dorf ist berühmt für seine weißgetünchten Fischerhäuser mit dunkelgrünen Fensterläden und ebenerdigen Bootsgaragen (Escars), wo das Meer fast bis an die Haustür brandet. Die Atmosphäre ist friedlich und traditionell; man kann noch immer einheimische Fischer beim Reparieren ihrer Netze an den Docks beobachten. Es ist ein malerischer, aktiver Hafen und kein Badeort.

Natur
Der Hafen: Kristallklares, türkisfarbenes Wasser, umrahmt von schroffen Klippen und Pinien.

Torre d'en Beu: Ein historischer Wachturm, erbaut 1569 zum Schutz vor Piraten, an der Mündung der Bucht. Ein gleichnamiger Leuchtturm wurde 1953 hinzugefügt.

Naturpark Mondragó: Nur wenige Kilometer nördlich gelegen, bietet dieses Naturschutzgebiet Feuchtgebiete, weiße Sandstrände (wie s'Amarador) und ein Vogelschutzgebiet.

Es Pontàs: Ein massiver natürlicher Felsbogen, der sich zwischen Cala Figuera und Cala Santanyí aus dem Meer erhebt.

Typische Speisen
Die Gastronomie hier basiert auf dem Fang des Tages.

Meeresfrüchte: Frischer Seehecht, Tintenfisch, Oktopus und Garnelen gehören zu den Grundnahrungsmitteln.

Traditionelle Gerichte: Probieren Sie Arroz de Marisco (Meeresfrüchte-Reis), Caldereta de Langosta (Hummereintopf) und gegrillten Fisch der Saison.

Mallorkische Spezialitäten: Ensaimadas (süßes Gebäck) und Tumbet (ein geschichtetes Gemüsegericht) sind in den Cafés vor Ort erhältlich.

Aktivitäten
Wandern: Malerische Wege führen entlang der Klippen zum Torre d'en Beu oder nach Norden zum Mondragó-Nationalpark.

Bootstouren: Ausflüge starten häufig zu nahegelegenen unberührten Orten wie dem versteckten Strand von Es Màrmols.

Wassersport: Die ruhigen Buchten eignen sich perfekt zum Kajakfahren und Stand-Up-Paddling (SUP). Tauchschulen befinden sich in der Nähe in Cala Santanyí.

Fotografie: Das Dorf ist ein malerisches Reiseziel, besonders beliebt für die Spiegelungen der Boote im ruhigen Hafenwasser.

Geschäfte & Märkte
Lokaler Markt: Ein kleiner Markt findet in der Regel montags von 9:00 bis 14:00 Uhr in der Straße Sant Pere statt und bietet frisches Obst und Gemüse sowie Meeresfrüchte an.

Santanyí (6 km entfernt): Für ein ausgiebigeres Einkaufserlebnis empfiehlt sich ein Besuch in Santanyí mittwochs oder samstags. Dort finden Sie Boutiquen für traditionelle Keramik, Kleidung im Boho-Stil und lokales Kunsthandwerk aus Kalkstein (Piedra de Santanyí).

Feste
Fiesta del Carmen (16. Juli): Das wichtigste Fest des Fischerdorfes zu Ehren des Schutzpatrons der Seeleute mit Bootsprozessionen und maritimen Veranstaltungen.

Feste in Santanyí: Da Cala Figuera zu Santanyí gehört, nehmen die Einwohner auch an den Fiestas de San Andrés (November) und den Mandelblütenfesten in der Region im Februar teil.
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