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L’Aquila: Das wilde und raue Herz der Abruzzen



L’Aquila ist das wilde und raue Herz der Abruzzen. Oft als „Tibet Italiens“ bezeichnet, ist diese Provinz eine Welt fernab der überfüllten Küstenstädte. Sie bietet eine Landschaft mit dramatischen Kalksteingipfeln, mittelalterlichen Wolfsdörfern und einigen der authentischsten kulinarischen Traditionen des Mittelmeers.

Ein Blick in die Geschichte



L’Aquila (die Stadt) wurde im 13. Jahrhundert von Kaiser Friedrich II. gegründet und als prächtige Berghauptstadt konzipiert. Die Provinz hat Jahrhunderte seismischer Aktivität überstanden, insbesondere das Erdbeben von 2009, doch ihr Geist ist ungebrochen. Die Geschichte ist hier in Stein gemeißelt, in ihren befestigten Dörfern (Borghi) und Tratturi – den alten Pfaden, die Hirten für die saisonale Wanderung (Transhumanz) nutzten und die die lokale Kultur über Jahrtausende prägten.


Ihr Rückzugsort in den Bergen



L’Aquila ist das ideale Reiseziel für alle, die ein luxuriöses Villenerlebnis mit rustikalem Charme suchen. Stellen Sie sich vor, Sie wachen in einem restaurierten Steinhaus oder einer einsamen Villa an einem Hang mit Blick auf die nebelverhangenen Täler des Apennins auf.

Ob Sie einen Sommerurlaub mit Wanderungen durch wilde Wiesen oder eine Winterauszeit in einer gemütlichen Berghütte planen – die Provinz bietet Ihnen eine Auszeit vom Alltag. Viele der Ferienhäuser befinden sich in sogenannten „Alberghi Diffusi“ (einfachen, verstreuten Hotels), wo Ihr Zimmer Teil eines mittelalterlichen Dorfes ist und Ihnen eine Auszeit wie eine Reise in die Renaissance ermöglicht.

Gastronomie: Die Köstlichkeiten der Hirtenküche



Die Küche hier ist „Cucina Povera“ vom Feinsten – einfach, herzhaft und von herausragender Qualität.

Arrosticini: Der unbestrittene König der Abruzzen-Straßenküche – dünne Lammspieße vom Holzkohlegrill.

Maccheroni alla Chitarra: Eiernudeln, die mit einem Stahlsaitenmesser (ähnlich einer Gitarre) geschnitten werden und meist mit einem reichhaltigen Lammragout serviert werden.

Zafferano dell'Aquila: Auf dem Navelli-Plateau wächst einer der besten Safransorten der Welt.

Pecorino d'Abruzzo: Würziger, gereifter Schafskäse, oft mit Honig aus der Region beträufelt.

Ferratelle: Knusprige Waffeln mit Anisgeschmack und traditionellen Mustern.

Natur- und Wildniserlebnisse



L'Aquila beherbergt drei Nationalparks und ist somit ein Paradies für Naturliebhaber.

Italiens wichtigste Nationalparks



Gran Sasso: Beinhaltet den Corno Grande, den höchsten Gipfel des Apennins.

Campo Imperatore: Ein weitläufiges Hochplateau, auch bekannt als „Klein-Tibet“, berühmt für seine atemberaubenden Ausblicke.

Grotte di Stiffe: Ein spektakuläres Karsthöhlensystem mit einem unterirdischen Fluss und Wasserfällen.

Lago di Scanno: Ein natürlicher, herzförmiger See, eingebettet zwischen smaragdgrünen Bergen.

Aktivitäten und Feste



Hier wird es nie langweilig, egal zu welcher Jahreszeit. Aktivurlauber finden in Roccaraso oder Ovindoli Skifahren und Snowboarden, ausgedehnte Wander- und Radwege durch den Nationalpark Majella und legendäre Kletterrouten an den Kalksteinfelsen des Gran Sasso.

Auch die Kultur kommt hier nicht zu kurz: Die lokalen Feste (Sagre) laden zum Bummeln ein. Erleben Sie die UNESCO-Welterbestätte Perdonanza Celestiniana im August, das einzigartige Rito dei Serpari im Mai, bei dem Statuen mit lebenden Schlangen bedeckt sind, oder die zahlreichen Sommerfeste zu Ehren der Arrosticini.
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