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Die Stadt Korcula- versäumen Sie nicht dieser Ort

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Die Stadt Korcula, oft auch „Klein-Dubrovnik“ genannt, ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Siedlungen im Mittelmeerraum. An der Ostspitze der gleichnamigen Insel gelegen, ist diese Festungsstadt ein Meisterwerk der Stadtplanung und ein lebendiges Denkmal dalmatinischer Geschichte.

1. Geschichte: Eine Festung voller Legenden und Gesetze
Die Geschichte Korculas ist ein Geflecht aus Mythen, antiker Besiedlung und strategischer Seeherrschaft.

Mythische und antike Wurzeln
Der Legende nach wurde die Stadt im 12. Jahrhundert v. Chr. vom trojanischen Helden Antenor gegründet. Während der Mythos der Stadt einen Hauch von Romantik verleiht, belegen archäologische Funde in der nahegelegenen Höhle Vela Spila, dass das Gebiet bereits im Mesolithikum und Neolithikum besiedelt war.

Im 6. Jahrhundert v. Chr. gründeten griechische Kolonisten aus Knidos hier eine Siedlung und nannten sie Melaina Korkyra („Schwarzes Korkyra“), aufgrund der dichten, dunklen Kiefernwälder, die die Insel bedeckten. Auf die Griechen folgten die Römer, die die Insel in die Provinz Dalmatien eingliederten.

Die Blütezeit im Mittelalter
Die prägendste Epoche in der Geschichte Korculas begann im Mittelalter. 1214 erließ die Stadt das Statut von Korcula, eines der ältesten Rechtsdokumente der slawischen Welt, das das städtische Leben, das Gesundheitswesen und die Stadtplanung regelte.

Jahrhundertelang war Korcula ein begehrtes Ziel der Republik Venedig, der Genuesen und der ungarisch-kroatischen Könige. Der größte Teil der architektonischen Pracht der Stadt stammt aus dem 14. bis 16. Jahrhundert unter venezianischer Herrschaft. In dieser Zeit wurden die Stadtbefestigungen gegen osmanische Angriffe verstärkt, darunter die berühmte erfolgreiche Verteidigung gegen den algerischen Korsaren Uluz Ali im Jahr 1571.

Die Verbindung zu Marco Polo
Korcula gilt als Geburtsort des weltberühmten Entdeckers Marco Polo (1254–1324). Der lokalen Überlieferung zufolge lebte die Familie Polo (ursprünglich Depolo) im Herzen der Altstadt. Historische Aufzeichnungen belegen zudem, dass 1298 vor Korcula eine große Seeschlacht zwischen der venezianischen und der genuesischen Flotte stattfand. Marco Polo wurde in dieser Schlacht gefangen genommen und in ein genuesisches Gefängnis gebracht, wo er seine Reiseberichte diktierte.

2. Beschreibung und Architektur
Die Altstadt von Korcula liegt auf einer ovalen Halbinsel. Ihre roten Ziegeldächer und Steintürme schmiegen sich an das tiefblaue Wasser des Pelješac-Kanals.

Der „Fischgräten“-Stadtplan
Das einzigartigste Merkmal der Stadt ist ihr Stadtplan. Die Straßen sind in Form eines Fischgrätenmusters angelegt:

Die zentrale Hauptstraße bildet das Rückgrat.

Von den Seitenstraßen zweigen sich nach Osten und Westen ab.

Die Raffinesse: Die westlichen Straßen verlaufen geradlinig, damit der erfrischende Sommerwind Maestral die Stadt kühlen kann. Die östlichen Straßen sind leicht geschwungen, um im Winter die kalte, schneidende Bora (Nordostwind) abzuhalten.

Wichtige Sehenswürdigkeiten
Markusdom: Die gotisch-renaissancezeitliche Kathedrale, erbaut vom 14. bis zum 16. Jahrhundert, ist das Kronjuwel der Stadt. Ihre Fassade zieren kunstvolle Darstellungen von Adam und Eva, während im Inneren Werke des italienischen Meisters Tintoretto zu sehen sind.

Landtor (Veliki Revelin): Der Haupteingang zur Stadt, erreichbar über eine imposante Steintreppe. Gekrönt wird er von einem massiven Turm, der einst die Zugbrücke schützte.

Die Stadtmauer und die Türme: Obwohl viele der Mauern im 19. Jahrhundert abgerissen wurden, sind einige Türme erhalten geblieben, darunter der Zakerjan-Turm und der Kanavelic-Turm, in denen sich heute stimmungsvolle Bars und Galerien befinden.

3. Typische Küche: Ein Geschmack der Adria
Die Küche von Korcula ist mediterrane Küche in ihrer reinsten Form, geprägt von frischen Meeresfrüchten, Wildkräutern und jahrhundertealten Pasta-Traditionen.

Herzhafte Spezialitäten
Žrnovski Makaruni: Das typische Gericht der Insel. Es handelt sich um handgerollte Pasta, die traditionell mit einer reichhaltigen, langsam gekochten Rindfleischsauce (nach Pašticada-Art) serviert wird.

Frische Meeresfrüchte: Oktopussalat, gegrillte Dorade und Brodet (ein langsam gekochter Fischeintopf mit Polenta) gehören zu den Grundnahrungsmitteln.

Peka: Fleisch (meist Lamm oder Oktopus) und Gemüse werden langsam unter einem glockenförmigen Eisendeckel, der mit Glut bedeckt ist, gegart.

Süßigkeiten und Leckereien
Cukarini: Trockene, nach Zitrone duftende Kekse, die oft in süßen Prošek-Wein getaucht werden.

Klašuni: Halbmondförmige Gebäckstücke, gefüllt mit einer reichhaltigen Mischung aus Walnüssen, Orangenschale und Rosenlikör.

Lumblija: Ein würziges, aromatisches Brot aus Warenik (eingekochtem Traubenmost), das traditionell zu Allerheiligen zubereitet wird.

Flüssiges Gold: Wein und Öl
Korcula ist eine „Weininsel“. Hier wird Pošip angebaut, ein spritziger Weißwein aus den zentralen Dörfern Cara und Smokvica, sowie Grk, ein einzigartiger Weißwein aus sandigen Böden, der ausschließlich im nahegelegenen Dorf Lumbarda wächst.

4. Aktivitäten: Von Schwerttänzen bis zum Seekajakfahren
Trotz seiner geringen Größe bietet der Ort eine Fülle an Kultur und Abenteuer.

Der Moreška-Schwerttanz: Ein absolutes Muss! Dieser 400 Jahre alte traditionelle Tanz stellt einen Kampf zwischen dem Weißen und dem Schwarzen König um eine entführte Prinzessin dar. Er wird im Sommer wöchentlich auf der Freilichtbühne aufgeführt.

Besteigung des Glockenturms: FürDen besten Ausblick der Stadt bietet der Aufstieg über die steilen Stufen der St.-Markus-Kathedrale. Belohnt werden Sie mit einem atemberaubenden 360-Grad-Panorama über den Archipel.

Inselhüpfen: Unternehmen Sie eine Fahrt mit dem Wassertaxi zu den Škoji-Inseln. Die Insel Badija ist berühmt für ihr Kloster aus dem 15. Jahrhundert und die zutraulichen Damhirsche, die an den Stränden umherstreifen.

Wassersport: Der Kanal zwischen Korcula und Pelješac ist dank der beständigen Nachmittagswinde ein erstklassiges Ziel zum Wind- und Kitesurfen.

5. Geschäfte: Kunsthandwerk und Schätze
In Korcula geht es beim Einkaufen weniger um internationale Marken, sondern vielmehr um lokales Kunsthandwerk.

Schmuck: Die Stadt ist bekannt für ihren Schmuck aus roter Koralle und kunstvolle Silberfiligranarbeiten. Besuchen Sie Geschäfte wie Coral Shop Irena, um authentische Stücke zu entdecken.

Kulinarische Souvenirs: Auf dem täglichen Freiluftmarkt direkt vor der Altstadt finden Sie lokalen Honig, getrocknete Feigen und Olivenöl. Das Geschäft Cukarin ist legendär für sein traditionelles Gebäck.

Design-Boutiquen: Entdecken Sie die engen Gassen mit ihren Ständen lokaler Künstler, die handbemalte Keramik und Leinenkleidung anbieten.

6. Feste: Ein Kalender voller Traditionen
Halbneujahr (30. Juni): Eines der außergewöhnlichsten Feste Kroatiens. Die Stadt feiert die Jahresmitte mit einem riesigen Maskenkarneval und Feuerwerk.

Barockfestival Korkyra (September): Ein internationales Musikfestival, das Weltklasse-Barockensembles in die historischen Kirchen und auf die Plätze der Stadt bringt.

Marco Polo Challenge (April): Ein jährlicher Triathlon zum Auftakt des Frühlings.

7. Natur: Pinienwälder und smaragdgrünes Wasser
Die Griechen nannten die Insel nicht umsonst „Schwarzes Korkyra“ – sie zählt zu den grünsten Inseln der Adria.

Strände: Im Ort selbst können Sie in Zakerjan oder Puntin baden, wo Sie direkt von den Steinkais ins tiefe, klare Wasser springen können. Sandstrände finden Sie in Vela Pržina, nur 10 Autominuten von Lumbarda entfernt.

Wandern und Radfahren: Der „Napoleonpfad“ und die Wege zum St.-Antonius-Hügel (erreichbar über 102 von Zypressen gesäumte Stufen) bieten atemberaubende Ausblicke auf die Inselgruppe von Korcula.
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