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Kantabrien an der Nordküste Spaniens ist eine atemberaubende autonome Gemeinschaft, die für ihre Landschaften des „Grünen Spaniens“ bekannt ist, wo dramatische Berge auf den Atlantik (oder das Kantabrische Meer) treffen.

Geschichte und Beschreibung
Beschreibung: Kantabrien zeichnet sich durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus, von der zerklüfteten Küste und den Sandstränden bis hin zu den tiefen, grünen Tälern und den hohen Kalksteingipfeln der Picos de Europa. Das milde und feuchte Klima trägt zum üppigen, grünen Erscheinungsbild der Region bei. Die Hauptstadt ist Santander, eine wunderschöne Stadt an einer Bucht.

Historische Höhepunkte:

Vorgeschichte: Kantabrien hat eine reiche antike Geschichte. Zu den bekanntesten zählt die Höhle von Altamira, ein UNESCO-Weltkulturerbe mit einigen der schönsten Beispiele jungpaläolithischer Kunst (oft als „Sixtinische Kapelle der Quartärkunst“ bezeichnet). Zahlreiche weitere Höhlen mit prähistorischen Malereien befinden sich in der Region.

Römerzeit: Die einheimische Bevölkerung Kantabrers war als unerbittliche Kämpfer bekannt, die sich der römischen Eroberung widersetzten.

Mittelalter: Die Region spielte nach der muslimischen Invasion eine Schlüsselrolle in der Reconquista (christliche Rückeroberung Spaniens). Küstenstädte entwickelten sich zu wichtigen Schiffbau- und Handelszentren.

Neuzeit: Die heutige Provinz Kantabrien wurde 1778 gegründet und erhielt 1983 den Status einer autonomen Gemeinschaft.

Typische Gerichte (Gastronomie)
Die kantabrische Küche kombiniert gekonnt frische Produkte aus dem Meer und den Bergtälern.

Herzhafte Eintöpfe:

Cocido Montañés: Ein reichhaltiger, herzhafter Bergeintopf aus weißen Bohnen (Alubias), Blattkohl (Berza) und Schweinefleischprodukten wie Speck (Tocino), Blutwurst (Morcilla) und Chorizo.

Sorropotún (oder Marmita): Ein traditioneller Fischereintopf, ähnlich dem baskischen Marmitako, zubereitet mit Weißem Thun (Bonito del Norte), Kartoffeln, Zwiebeln und Paprika.

Meeresfrüchte:

Rabas: Frittierte Tintenfischringe nach kantabrischer Art, oft als Vorspeise mit einem Spritzer Zitrone serviert.

Anchoas de Santoña: Gesalzene Sardellen aus der Stadt Santoña, hochgeschätzt für ihre Qualität.

Merluza en Salsa Verde: Seehecht in einer kräftigen grünen Sauce aus Petersilie, Knoblauch und Weißwein, manchmal mit Venusmuscheln.

Käse & Milchprodukte:

Queso de Nata: Ein milder, cremiger Käse, der in der gesamten Region verbreitet ist.

Picón Bejes-Tresviso: Ein kräftiger, pikanter Blauschimmelkäse aus einer Mischung von Kuh-, Schafs- und Ziegenmilch, in Höhlen gereift.

Quesucos de Liébana: Kleine, leicht geräucherte Käsesorten, typischerweise aus Kuh- und Schafsmilch.

Desserts & Getränke:

Sobao Pasiego: Ein reichhaltiger, buttriger Biskuitkuchen, traditionell aus den Pasiego-Tälern.

Quesada Pasiega: Ein käsekuchenähnliches Dessert aus Frischkäse, Butter, Zucker und Eiern.

Orujo: Ein kräftiger Tresterbrand, der oft in der Region Liébana destilliert und häufig als Digestif serviert wird.

Natur und Parks
Kantabrien ist bekannt für seine hervorragend erhaltenen Naturgebiete.

Nationalpark Picos de Europa: Der kantabrische Teil, der mit Asturien und Kastilien-León geteilt wird, bietet dramatische Kalksteinberge, tiefe Schluchten (wie den Desfiladero de la Hermida) sowie Möglichkeiten zum Klettern und anspruchsvollen Wandern. Die Seilbahn Fuente Dé bietet einen spektakulären Zugang zu den Höhenwegen.

Naturpark Saja-Besaya: Einer der größten Naturparks der Region, bekannt für seine ausgedehnten Eichen- und Buchenwälder und großen Hirsch- und Wildschweinpopulationen.

Naturpark Dünen von Liencres: Eine atemberaubende Küstenlandschaft mit ausgedehnten Sanddünen und einer wunderschönen Flussmündung.

Naturpark Marschland von Santoña, Victoria und Joyel: Ein wichtiger Rast- und Nistplatz für Zugvögel.

Aktivitäten (Sommer und Winter)
Saisonale Aktivitäten
Sommer (Küstenschwerpunkt) Strände & Wassersport: Surfen (insbesondere an Playa de Somo und El Sardinero in Santander), Sonnenbaden, Schwimmen und Segeln. Wandern & Natur: Die Picos de Europa erkunden, den Camino del Norte (eine Route des Jakobswegs) begehen und Küstenstädte wie Comillas und Santillana del Mar besuchen. Kultur: Open-Air-Festivals und Rabas und Bier in Strandbars am Meer genießen.
Winter (Bergschwerpunkt) Bergaktivitäten: Wandern (mit der richtigen Ausrüstung), Bergsteigen und die verschneite Landschaft genießen. Gastronomie: Aufwärmen mit herzhaften Gerichten wie Cocido Montañés und regionalen Eintöpfen. Kultur: Besuchen Sie Museen (wie das Altamira-Museum oder das Centro Botín in Santander), erkunden Sie historische Dörfer und entspannen Sie in den Thermalquellen der Region Liébana.
Feste
Kantabrien feiert eine Reihe traditioneller, religiöser und kultureller Feste.

Tag der Institutionen (Día de las Instituciones): Wird am 28. Juli in Puente San Miguel gefeiert und erinnert an die Gründung der Provinz Kantabrien im Jahr 1778.

La Vijanera (Silió): Ein spektakulärer, traditioneller Winterkarneval, der am ersten Sonntag des Jahres gefeiert wird. Männer, die mit Tierfellen, Hörnern und Masken, sogenannten Zarramacos, verkleidet sind, vertreiben böse Geister.

Fest der Jungfrau und des Meeres (Virgen del Mar): Das Schutzpatronatsfest von Santander wird am 15. August mit maritimen Prozessionen gefeiert.

Internationale FesteStival von Santander (FIS): Eines der ältesten Musikfestivals Spaniens, das den ganzen August über stattfindet und klassische Musik, Oper und Ballett bietet.
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