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Willkommen im „Nordfrankreich“! Hauts-de-France ist eine Region, die Reisende immer wieder überrascht. Entstanden 2016 durch den Zusammenschluss von Nord-Pas-de-Calais und Picardie, besticht sie durch eine bewegte Geschichte, weite Küsten und eine Kultur, die deutlich herzlicher ist, als das Wetter vermuten lässt.

Eine bewegte Geschichte
Die Geschichte von Hauts-de-France ist geprägt von ihrer strategischen Lage zwischen Paris, London und Brüssel.

Das industrielle Herz: Im 19. Jahrhundert war die Region das wirtschaftliche Zentrum Frankreichs, angetrieben von der florierenden Kohleförderung und der Textilindustrie.

Die Weltkriege: Aufgrund ihrer Lage war sie im Ersten Weltkrieg der Hauptkriegsschauplatz der Westfront. Namen wie Somme und Vimy Ridge sind untrennbar mit der Region verbunden.

Mittelalterliche Macht: Lange vor den Fabriken war die Picardie die Wiege der Gotik und brachte einige der prächtigsten Kathedralen Frankreichs hervor.

Beschreibung & Atmosphäre
Vergessen Sie die sonnenverwöhnten Weinberge des Südens. Hauts-de-France zeichnet sich durch rote Backsteinhäuser, Belfriede (UNESCO-geschützte Glockentürme) und weite Landschaften aus. Die Einwohner, die sogenannten Ch'tis, sind in ganz Frankreich für ihre unglaubliche Gastfreundschaft und ihren kräftigen, farbenfrohen Akzent bekannt.

Typische Gerichte: Herzhaft & Wohltuend
Die Küche ist von den flämischen Nachbarn beeinflusst – das bedeutet mehr Butter, Sahne und Bier als Olivenöl und Wein.

Carbonnade Flamande: Ein reichhaltiger Rindfleischeintopf, gekocht in Lebkuchen und dunklem Bier.

Le Maroilles: Ein berühmt-würziger (aber köstlicher) Orangenrindenkäse.
Welsh Rarebit: Geschmolzener Cheddar auf Brot und Schinken, in Bier getränkt – eine lokale Spezialität.

Moules-Frites: Miesmuscheln mit Pommes frites, am besten an der Küste zu genießen.
Tarte au Sucre: Ein Brioche-ähnliches Zuckertörtchen, das ein beliebter Frühstücksklassiker ist.

Aktivitäten & Feste
Im Norden herrscht ein starkes Gemeinschaftsgefühl, das sich oft in riesigen Straßenfesten ausdrückt.

Die Braderie de Lille: Der größte Flohmarkt Europas findet jedes Jahr im September statt. Millionen von Menschen stöbern nach Antiquitäten und genießen dabei Unmengen von Muscheln.

Der Karneval von Dünkirchen: Ein ausgelassenes, traditionelles Fest, bei dem die Einheimischen in gelben Regenmänteln und Federn „Riesen“ durch die Straßen folgen, während der Bürgermeister geräucherte Heringe von einem Balkon wirft.

Gotische Kathedralen: Besuchen Sie die Kathedrale von Amiens, ein Meisterwerk, das doppelt so groß ist wie Notre-Dame de Paris.

Natur: Die Opalküste & Umgebung
Die Natur hier ist rau und poetisch.

Côte d’Opale (Opalküste): Heimat von Cap Blanc-Nez und Cap Griz-Nez, dramatischen weißen Klippen, die den Kreidefelsen von Dover auf der anderen Seite des Ärmelkanals gegenüberliegen.

Baie de Somme: Eine der schönsten Buchten der Welt, berühmt für ihre Salzwiesen und eine große Kolonie wilder Robben.

Das ehemalige Bergbaubecken: Heute UNESCO-Welterbe, wurden die alten Abraumhalden (Berge aus Bergbauabfällen) von der Natur zurückerobert und in Wander- und Radwege umgewandelt.
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